Der Frühling ist da und mit ihm erwacht die Natur wieder zu frischem Leben! Wieso fühlen wir uns dann aber oft so, als ob unser Winterschlaf nahtlos in die Frühjahrsmüdigkeit übergehen würde? Die Reiskur hilft uns, frisch durchzustarten!

Von Manuela Kloibhofer

Natürlich ist es einerseits so, dass wir in der Winterzeit, die eigentlich für Rückzug und Regeneration geschaffen wäre, meist statt es uns vorm Kamin oder auf der Couch gemütlich machen, zuviel arbeiten und uns zu sehr auspowern.Darüber hinaus sind wir in unserer Überflussgesellschaft schlichtweg ständig zu vielen Informationen ausgesetzt, die nicht mehr alle erfolgreich verarbeitet werden können. Genau wie unsere Email-Accounts wird unser Verstand mehr und mehr mit Informationen zugespamt. Unser Verdauungstrakt leidet unter der Unmenge an Information in Form von Nahrung, die wir in uns hineinstopfen. Mit der Reiskur werden wir den alten Ballast endlich los.

Was ist die Reiskur?

Prinzipiell handelt es sich dabei um eine sanfte Reinigung auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene. Dadurch, dass wir die Informationsmenge an Nahrung, die wir normalerweise zu uns nehmen, auf Naturreis (und evtl. Miso-Suppe) reduzieren, kann sich unser Körper auf die Ausscheidung von Altlasten anstatt auf die Nahrungsverarbeitung konzentrieren. Schlacken, die sich über die Jahre durch schlechte Ernährung, Genussmittel, Stress, etc. angesammelt haben, können nun endlich losgelassen werden.

Wie wird’s gemacht?

Die Reiskur wird immer bei abnehmenden Mond gemacht, denn das ist die Zeit zum Loslassen. Am besten direkt am Tag nach einem Vollmond starten. Es sollten mind. 6-7 Tage sein, ideal sind 10 bis maximal 12 Tage.

Zubereitung Reis

Naturreis mit 2-3-facher Menge Wasser und einer Prise Meersalz am besten in einem Druckkochtopf, Reiskocher ca. 20-30 min kochen. Alternativ in einem normalen Topf ca. 45 min köcheln, bis das Wasser aufgebraucht und der Reis schön weich ist.

Dazu kann man auch eine Misosuppe essen. Miso ist eine vergorene Paste, die aus Sojabohnen, Gerste oder Naturreis, Meersalz und einem Enzymstarter besteht. Es gleicht unseren Säure-Basen-Haushalt aus, stärkt unserem Verdauungstrakt und schmeckt nebenbei auch noch lecker! Zum kaufen gibt’s Miso im Bioladen.

Zubereitung Misosuppe

Wurzelgemüse (klassisches Suppengrün vom Lebensmittelladen) mit klarem Wasser (ohne Suppenwürfel!!!) weich kochen. Miso nie mitkochen, da sonst die Enzyme zerstört werden, sondern nach dem Kochen beimengen. Da Miso sehr salzig ist, nie mehr als 1 EL pro Tag verwenden.
Zusätzlich viel (kohlensäurefreies) Wasser trinken. Wenn die Schlacken aus dem Darm gelöst werden, kann es zu Nebenerscheinungen wie Kopfweh und Übelkeit kommen. Dann unbedingt den Entgiftungsprozess unterstützen mit blutreinigenden Pflanzen, Leber-Gallen-Tees, Basenbädern, Leberwickel und Einläufen.

Essen darf man soviel man will und gehungert soll auf keinen Fall werden, da der Körper sonst auf Alarmbereitschaft umstellt und nichts hergeben will. Für all jene unter uns, die vielleicht über den Winter ein paar Kilos zugelegt haben, kann ein erwünschter Nebeneffekt sein, dass diese nach und nach purzeln. All das Überschüssige, das man nicht mehr braucht, darf losgelassen werden und verschwindet wie von selbst. Ist das nicht herrlich?

Nicht machen sollte man die Reiskur übrigens in der Schwangerschaft, während der Menstruation, bei Krankheit und wenn man allgemein schon wenig Substanz und eher zu wenig Gewicht hat. Da die Reiskur ja nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf psychischer und geistiger Ebene wirkt, ist es natürlich von Vorteil, sich dafür eine Auszeit vom Alltagsstress zu gönnen. Spaziergänge in der Natur, Meditationen und alles was unserer Seele gut tut, sollte im Vordergrund stehen.

Na, hast du Lust auf eine Reiskur bekommen? Dann gleich die gute Nachricht: wir befinden uns gerade im abnehmenden Mond, du kannst also gleich spontan starten!

Weitere Infos zur Reiskur findest du auch hier

 

Mag.a Manuela Kloibhofer