Du möchtest mit Hilfe einer Frühlingskur deinen Organismus auf allen Ebenen reinigen und suchst noch nach Kräutern aus der Hausapotheke, die die Entgiftung unterstützen? Hier sind meine drei Favoriten…

Von Manuela Kloibhofer

Löwenzahn

Der Löwenzahn wirkt blutreinigend und -aufbauend. Für den Tee verwendet man am Besten die Wurzel. Wenn der erste Löwenzahn sprießt, kannst du natürlich auch einen Frischsaft aus dem Kraut machen. Dazu einfach die jungen Blätter sammeln und in den Entsafter geben. Fertig ist der eigene Saft. Frischer und günstiger geht’s nicht! Wer keinen Entsafter hat oder wem das einfach zuviel Aufwand ist, kann auch einfach die frischen Blätter sowie die Blütenstengel direkt so essen. 10 Stengel am Tag sollten es in etwa sein. Ist momentan etwas bitter, aber genau um diesen Effekt geht’s ja. Und im leckeren Frühlingssalat fällt der bittere Geschmack dann gar nicht mehr so auf. Eine weitere tolle Anwendungsmöglichkeit ist die 3-Tages-Löwenzahnkur

Brennessel

Es ist ein Jammer, dass die Brennessel gemeinhin als lästiges Unkraut angesehen wird. Ich finde, statt sie auszureißen, sollten wir uns freuen, wenn sie sich in unserem Garten zeigt. Denn kaum eine heimische Pflanze wirkt so stark blutreinigend und entschlackend wie sie. Einfach das getrocknete Kraut für den Tee verwenden bzw. das frische Kraut in den Entsafter und den Saft über mehrere Wochen trinken und zwar so: Du beginnst mit 3 x tgl. 1 TL Frischsaft am ersten Tag, am zweiten Tag sind es dann 3 x tgl. 2 TL. So steigerst du die Menge bis du auf 15 TL 3 x tgl. bist. Danach wieder reduzieren auf 14, 13, 12… 2, 1 – Ende der Kur. Für Hartgesottene eignen sich Abreibungen mit der frischen Brennessel – das wirkt übrigens auch bei Rheuma Wunder!

Beifuss

Auf der körperlichen Ebene regt Beifuss die Galle und die Verdauung an und wirkt durchblutungsfördernd. Zusätzlich ist er ideal, wenn dir während der Kur eher kalt ist, denn der Beifuss ist ein wärmendes Kraut. Falls du also auch noch über Unterleibsbeschwerden leitest, regelt er das ganz nebenbei für dich!

Darüber hinaus wirkt er auch besonders auf unsere Seele reinigend. Früher wurde oft mit ihm geräuchert, um böse Dämonen zu vertreiben. Ein Beifuß-Büschel neben dem Bett verbessert den Zugang zum Unbewussten und lässt einen die nächtlichen Träume erinnern. Ein richtiges Hexenkraut also. Das wussten auch schon die alten Chinesen und verwendeten ihn für ihre Moxa-Therapie. Auch im altenglischen 9-Kräutersegen kommt der Beifuss gleich als erstes Kraut vor.

Neben diesen drei gibt es natürlich auch noch ganz viele andere tolle Kräuter, die sich für die Entgiftung eignen, bspw. den Bärlauch. Die anderen kommen auch sicher irgendwann noch genauer dran 😉 Die Teezubereitung kann man als wunderschönes tägliches Ritual einbauen. Ja ja, ich weiß, keine Zeit… deshalb gibt’s für alle, denen das Teetrinken allgemein zu lästig ist, eine tolle Alternative: die meisten Kräuter wirken auch ganz intensiv als Tinktur. Diese Kräutertropfen sind ideal für unterwegs und für alle Vielbeschäftigten, denn man kann sie direkt einnehmen und die Zubereitungszeit fällt weg.

Natürlich ist es sinnvoll, nicht nur die Kräuter zu verwenden und ansonsten seinem gewohnten Lebensstil weiterzuführen. Die Wirkung wird viel größer sein, wenn man nebenbei auch noch auf seine Ernährung achtet, Genussmittel weglässt und am Besten gleich eine Reiskur und Leberreinigung dazu macht.

 

Mag.a Manuela Kloibhofer