Das Forschungsinstitut der CS Caritas Socialis initiierte 2018 in Kooperation mit der International Academy for Hara Shiatsu eine Studie zum Thema „Shiatsu für Menschen mit Demenz“. Mit großartigen Resultaten.

Von Maria Schwaiger

Hochaltrigkeit und demographische Entwicklung

Auf Grund des wachsenden Wohlstands und der veränderten Lebensbedingungen in industrialisierten Ländern, werden immer mehr Menschen immer älter. Besonders der Bevölkerungsanteil hochaltriger Menschen (Alter: 80+) steigt, ebenso wie die Anzahl an Menschen im Pensionsantrittsalter (60+). Dieser Umstand bringt zunehmend Altersproblematiken mit sich. Das Risiko, beispielsweise an Demenz zu erkranken, steigt mit zunehmend mit hohem Alter. Häufig bringt das Alter Multimorbidität (mehrere Krankheiten gleichzeitig) mit sich und ist mit großen Verlusten verbunden. Zum Einen der körperliche Abbau verbunden mit Immobilität, motorischen Einschränkungen oder Verlusten in den Sinnesfunktionen. Zum Anderen sind soziale Verluste, beispielsweise der Lebensgefährten oder von Freunden zu meistern. Kognitive Veränderungen können sich hinderlich in der Orientierungsfähigkeit, der Merkfähigkeit oder in organisatorischen Fähigkeiten zeigen. Hinzu kommt eine verlängerte Adaptions- und verlangsamte Reaktionszeit. Im Fall von Demenz sind weitgreifende Veränderungen und Abbauprozesse im Gang, welches das Zusammenleben mit Demenzbetroffenen für die Angehörigen oftmals erschweren. Besonders, wenn Menschen mit Demenz von Veränderungen in ihrer Persönlichkeit und in ihrem Sozialverhalten betroffen sind. Dies kann sich in motorischer Unruhe und ständigem Suchen und Umherwandern, auch nachts zeigen. Oder es kommt zu verbal, konflikthaften Verhalten sowie ausgeprägter Orientierungslosigkeit mit selbstgefährdendem Verhalten, um hier nur ein paar Bereiche zu nennen. Dieser Umstand stellt Angehörige sowie Pflege- und Betreuungspersonen vor multiple Schwierigkeiten und Herausforderungen.

Das Alter hat viele Gesichter

Seniorinnen und Senioren sind die heterogenste Bevölkerungsgruppe überhaupt. Manche besuchen mit 70 noch ein Rockkonzert, andere ziehen in die Stadt oder aufs Land, oder heiraten womöglich. Auch das kommt vor. Denn der Blick auf das hohe Alter, will hier nicht nur trübe und dunkel gefärbt sein. Das Alter kann eine Zeit der Ernte und des bewussten Genusses sein. Generativität, also die Freude am Weitergeben des Erworbenen und die Teilhabe an der Entwicklung Jüngerer, sind ein wichtiges Entwicklungsfeld im hohen Alter. Viele Menschen und besonders manche spirituellen Meister*Innen haben gezeigt, dass man dieses Leben sehr friedvoll verlassen kann. Die letzte Prüfung, oder die letzte Runde im Spiel des Lebens lautet: LOSLASSEN. Loslassen, in Frieden kommen und dadurch, letzten Endes die wahre Freiheit, nämlich die Innere zu erlangen.

Begleitung mit Shiatsu

Hier zeigt sich, warum sich SHIATSU hervorragend zur Begleitung des Lebensabschnitts Alter und hohes Alter eignet. Loslassen ist ein ganzheitlicher Prozess, welcher im Körper beobachtbar und beeinflussbar ist. Wie hinlänglich erwiesen wurde, bedingt übermäßige Spannung Schmerzen auf physischer sowie auf psychischer Ebene. Da das Alter, so gut wir es auch verbringen, irgendwann im Tod mündet, muss es mit Verlusten und Abbauprozessen einhergehen. Die entscheidende Frage ist daher: „Wie gehen wir mit diesen Verlusten um?“

Als SHIATSU Praktiker*Innen können wir dabei durch den nonverbalen Dialog mit dem Körper, gut begleiten. Auch oder gerade dann, wenn das Sprachverständnis und die verbale Sprachfähigkeit der Klient*Innen verloren gegangen sind.

Das taoistische Denkmodell mit den Prinzipien von Yin und Yang, sowie den Zyklen der 5 Elemente, eignet sich sehr gut um das Leben, besonders zu seinem Ende hin, besser zu verstehen und im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Ist bei Kindern das Lebenstempo äußerst yang und dynamisch sind ihre Körper oft äußerst yin, also weich und zart. Beim alten Menschen ist es umgekehrt. Sein Lebenstempo ist tendenziell äußert yin, also langsam und zumeist sehr vorsichtig, zeigt sich sein Körper besonders yang, voller Spannung und häufig in Steifigkeit. Von Bedeutung wird es dann, wie der Übergang vom Element Metall zum Element Wasser gelingt, sodass sich der Kreis des Lebens wieder schließen oder weiterdrehen kann. Das Element Metall wird auch als das Element des Alters beschrieben, welches Weisheit, Verdichtung der Essenz, aber auch Klarheit und Reduktion auf das Wesentliche symbolisiert. Das Wasserelement steht für den Ursprung, die Quelle jedes Lebens, das Fließen und die Veränderlichkeit der Form. Wasser ist das Element, dass Informationen aufnimmt und weiterleitet. Im 5-Elemente System schließt sich hier der nährende Zyklus.

Ein erfolgreiches Forschungsprojekt: SHIATSU für Menschen mit Demenz

Das Forschungsinstitut der CS Caritas Socialis (eine christlichen Pflege- und Betreuungseinrichtung) finanzierte 2018 in Kooperation mit der International Academy for Hara Shiatsu, eine kleine Studie zum Thema Shiatsu für Menschen mit Demenz. Die Frage nach einer sinnvollen Konzeption und Methodik für dieses Forschungsvorhaben, führte zu einer aktiven Zusammenarbeit mit der wachsenden Sientific Community für Shiatsu. Mit Unterstützung von Dr.(tech.) Kristina Pfeifer, Hara Shiatsu-Praktikerin, Begründerin und Host des shiatsu-research-network konnten wichtige Diskussionen im Feld der Shiatsuforschung angeregt werden:

  • Wie können wir für vergleichbare Forschungstätigkeiten Kategorien zur Definition der unterschiedlichen Shiatsu-Stile und Anwendungen definieren?
  • Welche Wissenschaftslogiken und benachbarte Disziplinen sind als Bezugswissenschaften legitim und sinnvoll?

In vielen wissenschaftlichen Disziplinen, besonders den Sozialwissenschaften und Gesundheitswissenschaften erleben qualitative Forschungsmethoden gegenüber den quantitativen einen Hype. Die Stärke qualitativer Erhebungsmethoden liegt unter anderem in ihrem explorativen Charakter in neuen Forschungsfeldern, sowie in ihrer größeren Offenheit und Flexibilität in Bezug auf das Individuum. Dennoch hat sich im Vorfeld gezeigt, dass das Verständnis für die Notwendigkeit und den Einsatz qualitativer Erhebungsmethoden im Gegensatz zu quantitativen noch nicht breitenwirksam etabliert ist. Im konkreten Forschungsauftrag wurde eine Art Pilotstudie zu konzipiert, da keine oder kaum bekannte und verwertbare Forschungsergebnisse zum Thema Shiatsu für Hochaltrige sowie Menschen mit Demenz vorhanden waren. Es war nötig eine offene Fragestellung zu finden, um die vielen möglichen Wirkungsbereiche von Shiatsu zum Thema Demenz adäquat zu erfassen. Nur ein paar Hypothesen zu generieren, und diese dann mit einer quantitativen Forschungslogik zu überprüfen, hätte das tatsächliche Wirkungsspektrum nicht erfassen können. Deshalb wurde zur Datenerhebung ein methodisch triangulierendes, qualitatives und partizipatives Forschungsdesign erstellt.

Die leitende Frage war: Inwiefern Hara Shiatsu zur Lebensqualität von Bewohner*Innen im hohen Alter und speziell bei Demenz beitragen kann?

Sieben Hochaltrige und von Demenz betroffene Bewohner*Innen erhielten von drei Hara Shiatsu-Praktiker*Innen eine Serie von acht Shiatsu Massagen im wochenrhythmus. Davon waren drei Klientinnen vorwiegend bettlägerig, sodass die Anwendungen im Bett stattfanden. Die strategische und fachliche Begleitung der Shiatsu Anwendungen im Sinne der International Academy for Hara Shiatsu wurde von Mag. Andrew Couse geleitet. Für die Gesamtkoordination und wissenschaftliche Leitung des Forschungsprojekts war Maria Schwaiger, BA zuständig. Durch die Einbeziehung und den Aufbau von einem kleinen Forschungsteam, bestehend aus 5 Auszubildenden zum Fachsozialbetreuer*In, konnten eine Dichte an Datenerhebungsmethoden erzielt werden. Diese waren:

  • Teilnehmende Beobachtungen mit Protokollierung
  • Teilstrukturierte Interviews mit den Klient*Innen vor und nach der 8-teiligen Shiatsu-Serie (bestmöglich)
  • Fotodokumentation der Shiatsu Anwendungen
  • Behandlungsprotokolle der Hara Shiatsu Praktiker*Innen
  • Auszüge aus der Pflegedokumentation
  • Gruppeninterview mit 13 Teilnehmer*Innen aus drei Standortperspektiven
  • EPCA – Skala zur Schmerzerhebung für Menschen mit Demenz

Der partizipative Charakter des Forschungsprojekts war durch die bestmögliche Einbeziehung der subjektiven Perspektive der Bewohner*Innen gegeben und hat so diese, nicht nur zum Forschungsobjekt gemacht. Dem Pflege- und Betreuungspersonal wurde im Vorfeld SHIATSU Selbsterfahrung ermöglicht. Den Auszubildenden, als Forschungsteam wurde angeboten, nach ihren Beobachtungen Shiatsu selbst zu erleben. Für die Auswertung wurden sequenzielle Codierungen des Gruppeninterviews durchgeführt. Die protokollierten Beobachtungen aus allen Datenquellen sind in Form von Fallbeschreibungen zusammengeführt worden. Mittels einer Fotopräsentation wurden die physischen Effekte während der Serie sichtbar gemacht. An einem eintägigen moderiertem Auswertungsworkshop sind alle Teilergebnisse einer Arbeitsgruppe bestehend aus 18 teils heterogenen Interessensvertreter*Innen, der intersubjektiven Bearbeitung und zur kommunikativen Validierung zur Verfügung gestellt worden. Die Fragen der Auswertung richteten sich auf die Ebene des Individuums sowie der Institution. Abschließend wurden vielfältige weiterführende Kooperationsmöglichkeiten diskutiert.

Was kann SHIATSU leisten?

Die Lebenssituation vieler sehr alten Menschen ist von Multimorbidität gekennzeichnet. So spricht man beispielsweise von den vier Giants der Geriatrie: Immobilität, Inkontinenz, Instabilität des Systems, insbesondere des Immunsystems und einem intellektuellen Abbau. Der Verlust oder Abbau der Fortbewegungsfähigkeit, löst eine Kette an Folgeproblemen aus. Hilfsbedürftigkeit, Einsamkeit und Langeweile werden auch als die Qualen des Alters bezeichnet. Besonders Verspannungen sowie Ängste können Ursachen von physischen Schmerzen und in Folge von Bewegungseinschränkungen sein. Im Forschungsprojekt konnte durch eine Fotodokumentation während der Shiatsu Massagen eine deutliche Reduktion extremer Spannungszustände (beginnende Kontraktionen) gezeigt werden. Die Klient*Innen äußerten eine Lösung und Linderung von Knie-, Bauch-, Kopf- oder Rückenschmerzen.

  • F: „Wie geht es Ihrem Bauch, Frau Grün?“
  • A: „Die Schmerzen haben sie weggestrichen.“
  • F: „Was machen die Knieschmerzen, Frau Orange?“
  • A: „Die sind weg.“
  • F: „Ist das nicht toll?“
  • A: „Ja wozu hat man den so Leute wie Sie!“

Das Weitern konnte sehr eindrucksvoll beobachtet werden, wie die Klient*Innen einen Zustand gesteigerter Körper- und Selbstwahrnehmung erlebten. Es stellte sich ein lustvolles, ganzheitlich, ästhetisches Erleben ein:

  • „Der Mann mit den Engelshänden! Der spürt sofort, wenn es nicht mehr geht.“
  • „Sehr schön, sehr sanft, wie ein Engel über den Körper.“ (Frau Gelb)
  • „Es war ein Genuss, weil ich es richtig erlebt habe.“ Frau Violett, 104 J.)

Hara Shiatsu eignet sich für alte und ältere Menschen als Körperarbeits- und Entspannungsmethode besonders gut, da kein Entkleiden notwendig ist, wodurch die Intimsphäre gut gewahrt werden kann. Für die Arbeit mit Demenzbetroffenen ist es von Vorteil, dass die Klient*Innen während dem Shiatsu passiv sein können, sodass kein Leistungsdruck entsteht. Da Menschen mit Demenz von vielen Verlusten alltäglicher Fähigkeiten konfrontiert sind, kommt es gerade in den ersten Stadien einer Demenz häufig zu Scham- und Versagensgefühlen. In weiterer Folge zu einem ausgeprägten Abwehr- und Vermeidungsverhalten, um keine Fehler zu machen und sich keine Blöße geben zu müssen.

Das Erleben von Verbundenheit, ist was uns befreit. Besonders eindrucksvoll und bewegend waren die Beobachtungen im Fall von Frau Weiß. Die Qualität der nonverbalen Kommunikation während dem Shiatsu wurde in ihrem Fall sehr deutlich. Diese Form der nonverbalen Kommunikation kann eine Basis für soziale Interaktion darstellen. So wird ein Gefühl von Verbundenheit geschaffen, welches ein Stück weit aus Isolation und Einsamkeit heraushelfen kann.

Der Fall von Frau Weiß

Frau Weiß ist 70 Jahre alt, sie ist schon einige Jahre bettlägerig. Sie kann sich verbal nicht mehr verständigen und selbständig keinen Positionswechsel durchführen. Auf Ansprache und Berührung reagiert sie jedoch mit freundlicher, oftmals starker Gesichtsmimik. Ihre Augen gestikulieren dann wild, oder sie lächelt und versucht Wörter zu formulieren. Dabei bringt sie gelegentlich ein Stammeln hervor. Es macht den Eindruck, dass sie sich über Ansprache sehr freut. Ihr Körper ist stark angespannt, die Arme hält sie meistens nah am Körper und die Finger sind zusammengezogen. Der Rumpf ist zur linken Seite hin gekrümmt. Es ist faszinierend zu beobachten, wie Frau Weiß sich den Shiatsu Berührungen hingibt und die Augen schließt. Sobald jedoch eine neue Körperstelle berührt wird, oder der Druck verstärkt wird, öffnet sie die Augen und sucht Blickkontakt mit dem Praktiker. Es macht den Eindruck, als ob Beide sich immer wieder durch Blickkontakt, mit stimmlichen Tönen sowie durch die Berührungen des Praktikers darüber austauschen, welcher Druck für Frau Weiß angenehm ist und wo ihre Grenzen sind. In der siebten Shiatsu Einheit macht Frau Weiß aktiv mit, indem sie die Arme über dem Kopf haltet und fast tänzerische Bewegungen damit ausführt. Die Pflege- und Betreuungskräfte berichten, dass sie dies bei Frau Weiß noch nicht erlebt hätten. Des Weiteren wird uns erzählt, sie wirke bis zu 48 Stunden nach der Shiatsu Anwendung viel entspannter. Dies erleichtert auch die Pflegetätigkeiten. Drei Monate nach Ende der Shiatsuserie wird uns von der Stationsleitung erzählt, dass versucht wurde mit Medikamenten den starken Spasmen und beginnenden Kontrakturen von Frau Weiß Abhilfe zu leisten. Anfangs führte dies zu einer Verschlechterung ihres Allgemeinzustands und zu einer Herabsetzung ihrer Agilität und Kontaktfähigkeit. So äußerte das betreuende Pflegepersonal von Frau Weiß: „Nichts hat so gut geholfen, wie Shiatsu.“

Unterstützung bei Veränderungen der Lebenssituation

Im Fall von Frau Orange hat sich SHIATSU, als eine begleitende Maßnahme bei der Eingewöhnung ins Pflegewohnheim, für hilfreich erwiesen. Frau Orange ist von Demenz betroffen, aber körperlich noch sehr fit. Der Umzug war für sie eine große emotionale und stressvolle Herausforderung, welchen sie schwer verstehen und akzeptieren konnte. Sie fraget immer wieder, wie lange sie noch hierbleiben müsse. An den Tagen nach den SHIASTU Anwendungen, wurde vom betreuenden Personal berichtet, dass Frau Orange mit der veränderten Lebenssituation viel besser zurechtkam, zufrieden wirkte und dies auch so äußerte.
„Die Therapien hier sind gut, hier bleib ich.“

SHIATSU in Pflegeeinrichtungen und Institutionen

Das Potential von SHIATSU im institutionellen Bereich ist sehr vielseitig. Im Rahmen des Auswertungsworkshops wurden einige wichtige Aspekte mit allen beteiligten Interessensgruppen erarbeitet. Shiatsu kann auch im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung einen wesentlichen Beitrag leisten um die Wahrnehmungs- und Beobachtungsfähigkeit der Mitarbeiter*Innen zu fördern und zu sensibilisieren. Dies bringt doppelseitige Synergieeffekte. Einerseits die Stärkung der Selbstfürsorge auf Seiten des Personals, andererseits eine gesteigerte Achtsamkeit mit den Bedürfnissen der Bewohner*Innen sowie mehr Achtsamkeit auf die eigene Berührungsqualität. Die Voraussetzung dafür ist eine gute kommunikative Basis zwischen Shiatsu-Praktiker*Innen, dem Pflege- und Betreuungsteam, den Führungskräften und den Angehörigen. Durch einen regelmäßigen Austausch kann eine sichere Begleitung der Klient*Innen ermöglicht werden.

Mit Achtung und viel Achtsamkeit

Die Arbeit mit Hochaltrigen und Menschen mit Demenz benötigt sehr viel Sensibilität, Achtsamkeit, Respekt und ein gewisses Maß an gerontologischem bzw. geriatrischem Grundlagenwissen sowie Austauschmöglichkeiten. Es ist zwingend notwendig sich mit einem behandelnden Arzt und den Betreuungspersonen abzusprechen sowie sich über bestehende Grunderkrankungen zu informieren. Beispielsweise ob Klient*Innen Medikamente zur Blutverdünnung (Antikoagulantien) erhalten, was dazu führen kann, dass leichter Blutergüsse entstehen können. Oder es könnte sein, dass die periphere Sensibilität in den Beinen und Füßen gestört ist, sodass manche Reize nicht richtig wahrgenommen werden. SHIATSU stellt keine eigenmächtige Heilbehandlung dar, kann jedoch sehr erfolgreich, begleitend eingesetzt werden. Im Fall einer bestehenden Grunderkrankung, welche im hohen Alter häufig ist, ist es daher wichtig, dass diese von ärztlicher Seite stabil gehalten wird. Auf die Frage ob Shiatsu zur Lebensqualität von alten Menschen beitragen kann, ist auf jeden Fall mit JA zu antworten. Wesentlich dafür ist, die Erwartungen zu klären. Durch eine gut ineinandergreifende palliative und psychosomatische Begleitung können auch effektive physische Wirkungen erzielt und sichtbar werden.

Erfolgreiches Angebot SHIATSU

Für die Bewohner*Innen der CS Caritas Socialis konnte SHIATSU fortlaufend angeboten werden. Es gab dazu weitere Informationsveranstaltungen für Angehörige und Interessierte. Innerhalb von wenigen Monaten haben bereits 20 Bewohner*Innen regelmäßig Shiatsu in Anspruch genommen. Von Seiten der Führungsebene der Einrichtung CS sind Überlegungen geäußert worden, Shiatsu auch an anderen Standorten anzubieten.

Bei näherem Interesse geben Maria Schwaiger und Andrew Couse ihr Wissen und ihre Erfahrungen gerne weiter!
KONTAKT: schwaigermaria@gmail.comandrew.couse@telering.at

MARIA SCHWAIGER, BA

Geboren 1978 im Salzkammergut OÖ, seit 20 Jahren in und rund um Wien lebend und Mutter eines wundervollen Sohnes. Die Hara Shiatsu Ausbildung von 2001 – 2005 absolviert und anschließend Pädagogik studiert. Berufserfahrungen als Diplomkrankenschwester sowie Lehrende für Gesundheits- und Krankenpflege mit Schwerpunkt Gerontologie und Geriatrie. Jahrelang Shiatsu in Firmen durchgeführt. Wissenschaftliche Leitung und Organisation des Hara Shiatsu Forschungsprojekts: „ Shiatsu für Bewohner*Innen mit Demenz“ in der CS Caritas Socialis. „Besonders die Liebe zum alten Menschen, sowie die Frage nach Entwicklung und Wachstum zur Freiheit, begleiten mich durch mein tägliches Leben.“

ANHANG / LINKS:
Hochaltrige: http://www.oepia.at/hochaltrigkeit/wp-content/uploads/2015/05/OEIHS_Endbericht_Endfassung1.pdf (30.04.2019)
Demenz in Zahlenhttps://denken.de/infografik-demenz-2016/(30.04.2019)
Der geriatrische Patient:  http://www.aerztezeitung.at/fileadmin/PDF/2007_Verlinkungen/2007-12_DFP_DerGeriatrischePatient.pdf (30.04.2019)
Eden Alternative und Philosophie: http://www.eden-alternative.de/philosophie/ (30.04.20199)
Statistik Austria: https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/bevoelkerung/demographische_prognosen/bevoelkerungsprognosen/index.html (13.05.2019)

 

Maria Schwaiger