Authentische Berührung soll Einfachheit und Tiefe in die Behandlung bringen. „Allem Anfang wohnt ein Zauber inne …“, diesen Zauber wollen wir wiederentdecken und mit den Ur-Prinzipien der energetischen Anatomie verbinden. Elementarer Kontakt findet genau da statt, wo wir mit dem Schmerz des Klienten in Verbindung treten. Unsere Präsenz muss nicht nur in die Blockade eindringen, sondern ganz darin sein. Und von dort – von den vielen Möglichkeiten des Meridiansystems – den einen geeigneten, einfach direkten Zugang finden. Welche Körperstellen, welche Schichten wir damit verbinden, entspringt im besten Fall unserem Einfühlungsvermögen. Diese Fähigkeit, so spontan und intuitiv sie sich entfaltet, wächst jedoch aus unserer Gabe zu beobachten und zu lauschen: mit allen Sinnen, den Händen und dem Herzen. Je weniger Konzept wir dabei verfolgen, desto freier und ungezwungener reagiert das Chi in der Behandlung.

Denn Techniken sind immer limitiert. Mit Yang-Chi die Probleme unserer Zeit abzuarbeiten erschöpft das Yin-Potential mehr und mehr. Hingegen erweckt tiefere Eingebundenheit in den physischen Körper das Yin. Verschmelzen diese beiden Pole, steht uns die Körperintelligenz mit verfeinerten inneren und äußeren Sinnen zur Verfügung.

Chi Kung: Wurzeln und Wachsen

Richten wir unsere Sinne nach innen, ist Stehen eine universelle Erfahrung. Dabei sind wir wie ein Baum, tief wurzelnd und weit in den Himmel ragend, „the sky is the limit“. Wir wiegen im Wind und wachsen durch ständigen Austausch mit der Umgebung – nach unten wie nach oben. So ist auch die Energie im Meridiansystem eine immerwährende Entwicklung von Bewegung. Diese Bewegung können wir an Schlüsselzonen des Körpers wahrnehmen. Individuell sind manche Zonen aktiv geladen, manche taub. Sie suchen die Verbindung mit dem Ganzen. Die Verbindung des Körpers mit der Erde und die Ausrichtung des Geistes zum Raum aktivieren das volle energetische Potential. Unsere Entwicklung setzt da an, wo wir stehen!

Die Visionen im Spannungsfeld
zwischen Freiheit und Druck

Die spontane Direktheit dieser Energie gebraucht gegengleiche, kontralaterale Bewegungen. Wir pendeln und twisten, um Hüften und Schultern Raum und Balance zu geben. Diese einfachen Prinzipien sind auch in Chi Kung-Übungen vorhanden, die wir hier vor allem zur Beobachtung des Bewegungsflusses heranziehen: wie vermittelt der Gallenblasen-Meridian zwischen den Seiten, welche Strukturen stabilisieren uns dabei? Wo erfahren wir Rhythmus, und wo scheint er unterbrochen? Diagnose in Bewegung ist hier konzeptfrei und unvoreingenommen. Auf die Matte umgelegt ist der Geist des Holzes „Hun“: er sieht, spürt und tut. Speziell an den Sehnen können wir Flexibilität erhöhen und damit die Federung des gesamten Körpers verbessern. Wir untersuchen individuell, welche ungenutzten Möglichkeiten im Körper schlummern, und wie leichtfüßig wir unsere Ziele erreichen können.

>> TERMIN: Fr, 16.2.17 (16:00 – 20.00)
>> KOSTEN: 45.-

 


Thomas Dinter

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