Das zweite Hara Netzwerktreffen stand ganz im Zeichen fermentierter Lebensmittel: Der einzige Haltbarmachprozess, bei dem das Endprodukt höherwertiger als das Ausgangsprodukt  ist.

Beim Netzwerktreffen am 4. April hatten wir die besondere Freude, Ingrid Palmetshofer bei uns begrüßen zu dürfen. Als Absolventin der International Academy for Hara Shiatsu war es auch für sie etwas Besonderes, wieder hier zu sein – coming home sozusagen. Nach ihrer Shiatsu-Ausbildung hat Ingrid sich intensiv mit der Fermentation von Lebensmitteln auseinandergesetzt – mit allem was dazu gehört. Heute ist sie in Österreich DIE Autorität auf diesem Gebiet. Und sie hat sich für die Mitglieder des HaraNetwork einen Abend Zeit genommen um uns in die faszinierende Welt der Lebensmittel-Fermentation einzuführen. Danke Ingrid!

Erst mal haben wir geklärt was Fermentation bedeutet, welche Arten der Fermentation es gibt und welche Lebensmittel zu den fermentierten Lebensmitteln gehören.  Alleine das war schon super interessant. Ja klar, jeder weiß, dass Miso fermentiert ist und Tempeh… Dass auch Kaffee zu den fermentierten Lebens- bzw. Genussmitteln zählt (und Kakao und Tee auch, ganz nebenbei) war schon nicht mehr allen so klar. Aber spätestens bei Camembert Käse und Salami gab es eine Menge überraschter Gesichter. Ein echter Eye-Opener für viele.

 

 

Wir haben dann ganz entspannt damit begonnen, verschiedene fermentierte Produkte zu verkosten, die Ingrid mitgebracht hat. Und hier reichte der Geschmacksbogen von „könnte mich drin eingraben“ bis zu „naja muss ich nicht jeden Tag haben“. Aber zwei Eigenschaften waren allen verkosteten Produkten gemein: Sie waren alle angenehm sauer und alles hatte noch richtig Biss, „al dente“ sozusagen. Wir haben dann eine Zeit lang über Konsistenz und Geschmack geredet und uns dann den „hard facts“ zugewandt.

Fermentation ist die einzige Art Lebensmittel haltbar zu machen, bei der das Endprodukt höherwertiger ist als das Ausgangsprodukt („veredeln“). Sie kommt ohne Hitze aus („hitzefreies Kochen“), wodurch alle Inhaltsstoffe erhalten bleiben, trotzdem ist das Endprodukt praktisch vorverdaut und so für den Körper besser zu verarbeiten.

Jetzt wissen alle Teilnehmer, dass man praktisch alles fermentieren kann, was man auch roh essen würde, wie es geht, worauf man achten muss, was schief gehen kann, wie man Fehlgärungen erkennen kann, etc. Und es wurde mit Mythen und Halbwahrheiten um das Fermentieren aufgeräumt, die man leider auch in der Fachliteratur findet. Zuletzt gab es noch einen Exkurs in die Welt des Mikro-Bioms und die damit verbundenen neuesten Erkenntnisse aus der Forschung.

Eigentlich waren ca. 1,5 Stunden geplant. Letztendlich haben wir erst um 20:30 aufgehört. Es war einfach zu interessant und Ingrid hat sich viel Zeit für alle Fragen genommen. Danke Ingrid für deine Zeit. Und danke Sabine für die vorzügliche Suppe!

Für weitere Infos siehe: www.blubbergarten.work

Wir freuen uns schon auf das nächste HaraNetwork Netzwerktreffen im Sommer. Den genauen Termin findet ihr demnächst auf unserer Homepage. Bis dahin wünschen wir euch eine schöne Zeit!